Saison 2019/2020 im Spielbezirk D beendet

Der Kreisfachverband Handball MOL hat als durchführender KFV des Spielbezirks D in seiner Vorstandssitzung am 23.04.2020 folgenden Beschluss gefasst:

  1. Die Kreismeisterschaftssaison 2019/2020 im Spielbezirk D ist mit sofortiger Wirkung beendet.
  2. Die Abschlussplatzierung erfolgt entsprechend des DHB-Bundesratsbeschlusses gemäß der Quotientenregelung (Pluspunkte geteilt durch die absolvierten Spiele).
  3. Die Abschlusstabellen werden via nuLiga veröffentlicht. Hier ist eine technische Lösung aktuell in Arbeit.
  4. Die Übergabe der Medaillen und Urkunden ist für den Anfang der Saison 2020/21 geplant.
  5. Die Aufsteiger wurden an den HVB gemeldet und können ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen.
  6. Es soll bei den betroffenen Vereinen angefragt werden, ob Interesse besteht die Pokalfinals zum Anfang der Saison 2020/21 (voraussichtlich in Form von Freundschaftsspielen) auszutragen.

Weiterhin wurde beschlossen, dass der KFV Handball MOL die Spielklassenbeiträge für die Mitgliedsvereine aus Märkisch-Oderland in der Saison 2020/21 übernimmt. Die Jubiläumsfeier  anlässlich des 25-jährigen Bestehens des KFV Handball MOL fällt aufgrund der Pandemie ersatzlos aus.

Die SR-Lehrgänge auf Ebene des Spielbezirks D (LK IV und V) können nicht wie geplant durchgeführt werden. Sollen aber zum späteren Zeitpunkt als Präsenzveranstaltungen stattfinden. Informationen zu den SR-Lehrgängen werden rechtzeitig vorab veröffentlicht. Das Vorgehen hinsichtlich der SR-Weiterbildungen auf Landesebene (LK I – III) wird durch den SR-Ausschuss des Handball-Verbandes Brandenburg bekannt gegeben.

Die konkreten Planungen für die Saison 2020/21 sind von Mannschaftsmeldungen abhängig. Die Planungen starten sobald die Meldungen eingegangen sind. Meldefrist ist der 15.05.2020.

25-Jahr-Feier wird abgesagt – finanzielle Unterstützung für Vereine wird geprüft

Die Ausbreitung der Corona-Pandemie hält die Welt in Atem und hat den Sport auch in Deutschland zum Erliegen gebracht.

Aktuell ist unklar, ob die Saison 2019/20 noch einmal aufgenommen werden kann und welche Auswirkungen das auf die kommende Spielzeit 2020/21 haben wird.

Der Deutsche Handballbund hat eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich diesen Fragen stellt und mit den Landesverbänden abstimmen wird.

Der Vorstand des KFV Handball MOL hat in Abstimmung mit der Technischen Kommission beschlossen das geplante Handballfest am 13.06.2020 anlässlich des 25-jährigen Bestehens des KFV abzusagen.
Uns ist bewusst, dass auf die kommenden Wochen und Monate große Herausforderungen auf die Vereine – auch in finanzieller Sicht – zukommen werden.
Als Beitrag der Solidarität prüft der Vorstand des KFV Handball MOL, ob es möglich ist, aus den Mitteln des Handballfestes die Spielklassenbeiträge für die Mitgliedsvereine für die Saison 2020/21 ganz oder teilweise zu übernehmen. Eine Entscheidung dazu wird zeitnah fallen.

Der Meldetermin für die Mannschaftsmeldungen wird zudem vom 15.04.2020 auf den 30.04.2020 verschoben. Wir hoffen damit den Vereinen etwas Luft bei der Planung zu verschaffen, benötigen jedoch eine verlässliche Meldung um die Planungen für die neue Saison starten zu können.

Der Vorstand des KFV Handball MOL

Einsatz von SR-Headsets im SpBez D

In Ergänzung zur den Durchführungsbestimmungen Meisterschafts- und Pokalmeisterschaftsspiele 2019/2020 im Handballverband Brandenburg Spielbezirk D § 9 Schiedsrichter/Zeitnehmer/Sekretär wird aus aktuellem Anlass folgender Punkt aufgenommen:

9.16. Für Meisterschafts- und Pokalspiele der Männer, männlichen Jugend A und Frauen gilt:
Die angesetzten Schiedsrichter können bei ihrem Einsatz zugelassene Schiedsrichter-Headsets zur Kommunikation untereinander und mit dem Technischen Delegierten verwenden.
Die Headsets müssen vom SR-Ausschuss des HVB genehmigt und freigegeben sein.
Die Schiedsrichter müssen vor dem Einsatz den SR-Ansetzer und den Vorsitzenden der TK über den Einsatz informieren (Spielnummer, Information per E-Mail möglich).
Der SR-Ansetzer oder der Vorsitzende der TK müssen den Einsatz genehmigt haben.
Die Schiedsrichter müssen vor dem Einsatz beide Mannschaften informieren.
Diese Regelung gilt vorerst für die Saison 2019/2020 und die genannten Altersklassen (Testbetrieb für einen weiteren Einsatz).

Lutz Straube
Vorsitzender TK KFV MOL
Schiedsrichterlehrwart KFV MOL

E-Mail: lutz.straube@kfvmol.de
Mobil: 0176 98598221
Tel.: 033439 59712

KFV mit neuem Vorstand

Auf dem Verbandstag am 5. April haben die Mitgliedsvereine und -Abteilungen einen neuen Vorstand gewählt. Im Großen und Ganzen gibt es nur wenige Veränderungen. Maik Beifuß ist neuer 1. Vorsitzender des Kreisfachverbandes Handball Märkisch-Oderland. Er hatte diese Funktion bereits von 2013 bis 2015 bekleidet. Sein Vorgänger Mathias Jeschke bleibt dem Vorstand als Pressewart erhalten und Julia Wolter übernimmt zusätzlich zur Leitung der Geschäftsstelle auch die Position als Schriftführerin. Weiterhin wurden die Berichte des Vorstands, der Technischen Kommission, des Schiedsrichterwesens und des Kassenwartes bzw. der Kassenprüfer verlesen.

Neben den planmäßigen Tagesordnungspunkten war Michel Nowak, Vizepräsident für Öffentlichkeitsarbeit des Handballverbandes Brandenburg, als Gast geladen und zeichnete die beiden langjährigen Vorstandsmitglieder Marco Gerigk (2. Vorsitzender) und Axel Kalusche (Schiedsrichterwart und -Ansetzer) mit der Ehrennadel des HVB in Bronze aus. Beide wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Mehr zur Ehrung auf der Facebook-Seite des HVB.

Mehr zum Verbandstag, auch in der Print- sowie Online-Ausgabe der MOZ.

Generelle Hinweise zur Nutzung von nuLiga und nuScore

Für alle Sportfreunde, die sich intensiver mit den IT-Anwendungen nuLiga und nuScore beschäftigen müssen oder wollen, sei hier auf eine Webseite der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Handball Deutschland beim Entwickler/ Betreiber der beiden IT-Anwendungen verwiesen.
Diese Anwendungen werden gemeinsam mit den Handballverbänden weiterer Bundesländer und der Firma NU Datenautomation entwickelt und betrieben. Eine Sammlung von Wissen dazu findet Ihr auf der oben genannten Seite.

Besonders interessant (Die betroffenen Personen sind in Klammern genannt.):

Aus aktuellem Anlass: Hinweise zum Jugendschutz (§22 SpO des DHB)

Aus aktuellem Anlass möchten wir hier nochmals auf die aktuellen Regelungen zum Jugenschutz hinweisen, um weiteren Diskussionen und ggf. Verstößen gegen den Jugendschutz aus dem Wege zu gehen.

Es gelten die Regelungen zum Jugendschutz gemäß der Spielordnung (SpO) des DHB mit Stand 09.11.2018. Dort steht unter §22 Jugendschutzbestimmungen u. a. im Absatz (2):


Jugendliche dürfen innerhalb von 48 Stunden nur in zwei Spielen über die volle Spielzeit mitwirken, ausgenommen sind Turnierspiele mit verkürzter Spielzeit. Bei Turnierspielen mit verkürzter Spielzeit gelten folgende Maximalspielzeiten (Summe der einzelnen Spielzeiten der Turnierspiele) je Kalendertag:

  • Altersklassen A und B: 120 Minuten
  • Altersklassen C und D: 100 Minuten
  • Altersklasse E: 80 Minuten
  • unterhalb der Altersklasse E: 60 Minuten.

Die Teilnahme an einem Turniertag gilt als e i n Spiel über die volle Spielzeit i. S. v. Satz 1.

Bei einem Verstoß gegen vorgenannte Bestimmung gilt der Jugendliche für alle weiteren Spiele des Tages als nichtteilnahmeberechtigt.


Ich möchte darauf hinweisen, dass die Turnierspiele in unserer D- Jugend über die volle Spielzeit gehen (2*20 Minuten). Damit sind die „Minutenrechnungen“ in diesen Fällen hinfällig und nicht notwendig.
Das bedeutet, dass ein D-Jugend-Spieler generell nur zwei Spiele an an einem Wochenende spielen darf.
Als gespielt gilt, wenn er in der Mannschaftsaufstellung aufgeführt ist.
Das gilt bezogen auf den Jugendlichen – egal, in welcher Mannschaft und in welchem Spielbetrieb er die beiden Spiele absolviert (ggf. auch in einer höheren Altersklasse). Auch wird hier nicht zwischen Pokal- und Punktspielen unterschieden.

Amtliche Bekanntmachung des Deutschen Handballbundes gemäß § 50 DHB-Satzung

A. Bundesrats-Beschluss zur Streichung des § 87 Abs. 3 und Abs. 4 SpO
B. Inkrafttreten der neuen IHF-Guidelines zum 01.07.2018

A. Bundesrats-Beschluss zur Streichung des § 87 Abs. 3 und Abs. 4 SpO
Der DHB-Bundesrat hat in einem schriftlichen Abstimmungsverfahren am 31.Juli 2018 mit der erforderlichen Mehrheit den Anträgen auf Feststellung der Dringlichkeit der Streichung, sowie der ersatzlosen Streichung des § 87 Absatz 3 und 4 SpO zugestimmt.
(Kurzbemerkung zum Inhalt: Streichung der Abschnitte, die die verpflichteneden Informationen über die neuen Spielregeln und Guidelines beinhalteten.)

B. Inkrafttreten der neuen IHF-Guidelines zum 01.07.2018
Die IHF hat Richtlinien und Interpretationen der IHF-Spielregeln erlassen, welche rückwirkend zum 01.07.2018 in Kraft getreten sind.
Die Streichung des § 87 Abs. 3 und Abs. 4 SpO hat zur Folge, dass die Guidelines der IHF vom 01.07.2018 bereits für die Saison 2018/2019 Wirkung entfalten.

Inhalt (Achtung! Dies ist eine inoffizielle Version):
Richtlinien und Interpretationen der IHF-Spielregeln Ausgabe 1. Juli 2018
Die Regel- und Schiedsrichter-Kommission hat in Zusammenarbeit mit den IHF- Regelexperten verschiedene Themen im Zusammenhang mit der Interpretation von Regeln diskutiert und vereinbart, eine neue Version der Richtlinien und Interpretationen zu veröffentlichen, um für bestimmte Situationen die richtigen Entscheidungen zu erklären.
Es gibt einige neue Richtlinien und einige aktualisierte Versionen aus der vorherigen Ausgabe vom 1. Juli 2016.
Diese neue Version der Richtlinien und Interpretationen tritt zum 01. Juli 2018 in Kraft.

Regel zu den letzte 30 Sekunden
Die Regeln 8:10c und 8:10d wurden 2016 modifiziert, mit dem Ziel zu verhindern, dass bestimmte unsportliche Verhaltensweisen der Spieler in den letzten Momenten eines Spiels, der Mannschaft des fehlbaren Spielers die Gelegenheit geben, das Spiel zu gewinnen.
Gleichzeitig erleichtern diese Regeln für die zurückliegende Mannschaft in diesem Moment die Möglichkeit, ein oder mehrere Tore zu erzielen und die Aufmerksamkeit der Zuschauer bis zur letzten Sekunde des Spiels zu erhalten.

Regel 8:10c bestraft diejenigen mit einem 7-Meter-Wurf, die im letzten Moment die Ausführung eines Wurfes zerstört oder verzögert haben, und die Regel 8:10d bestraft die Mannschaft mit einem 7-Meter-Wurf, bei der einer ihrer Spieler / Funktionäre für eine Aktion in den letzten Sekunden disqualifiziert wurde während der Ball im Spiel war. Letzteres zeigte keine wesentlichen Interpretationsschwierigkeiten.

Regel 8:10c war nur anwendbar, wenn der Ball nicht im Spiel war und ein Verteidiger eine Wurfausführung verhinderte oder verzögerte. Aber diese Regel hat zu falschen Interpretationen von Schiedsrichtern, Spielern und anderen Handballakteuren geführt, ebenso konnten bestimmte sehr unsportliche Verhaltensweisen identifiziert werden, die nach dem derzeitigen Wortlaut dieser Regel nicht angemessen bestraft werden konnten und es der fehlbaren Mannschaft erlaubten, das Spiel zu gewinnen, mit dem schlechten Image, dass das für den Handball brachte.

Aus diesem Grund hat die IHF durch die Arbeitsgruppe Neue Regeln (NRWG), der Regel- und Schiedsrichterkommission (PRC) und der Trainer- und Methodik- Kommission (CCM) beschlossen, die
Interpretation dieser Regel geringfügig zu ändern, indem die bestehende Richtlinie „Nichteinhalten des Abstands (Regel 8:10c)“, eine zusätzliche Interpretation einschließt, bei der 7m + Disqualifikation auch während der Ausführung gilt, wenn eine aktive regelwidrige Aktion eines Verteidigers bei der Ausführung des Wurfes folgendermaßen stattfindet:

Aktualisierung bestehender Richtlinie
Nichteinhalten des Abstands (Regel 8:10c)
Das „Nichteinhalten des Abstands“ führt zu einer Disqualifikation + 7m Wurf, wenn ein Wurf in den letzten 30 Sekunden des Spiels nicht ausgeführt werden kann.

Die Regel findet Anwendung, wenn das Vergehen innerhalb der letzten 30 Sekunden des Spiels oder zusammen mit dem Schlusssignal begangen erfolgte (siehe Regel 2:4, Absatz1). Die Schiedsrichter treffen hierzu eine Entscheidung aufgrund ihrer Tatsachenfeststellung (Regel 17:11).

Wird das Spiel wegen einer Wurfverhinderung in den letzten 30 Sekunden unterbrochen, die nicht direkt mit der Wurfvorbereitung oder der Wurfausführung zusammenhängt (beispielsweise Wechselfehler, unsportliches Verhalten im Auswechselbereich), ist die Regel 8:10c auch anzuwenden.

Wenn der Wurf (z. B.) ausgeführt ist und von einem zu nahestehenden Spieler geblockt wird, der das Wurfergebnis aktiv zerstört oder den Werfer während der Ausführung stört, ist die Regel 8:10c ebenfalls anzuwenden.

Wenn ein Spieler weniger als 3 m vom Werfer entfernt ist, aber nicht aktiv in die Ausführung eingreift, wird er nicht bestraft. Wenn der Spieler, der zu nahesteht, diese Position benutzt, um den Wurf zu blockieren oder den Pass des Werfers abzuschneiden, gilt die Regel 8:10c auch.

Aktualisierung bestehender Richtlinie
Versorgung verletzter Spieler (Regel 4:11)
Haben sich, beispielsweise durch einen Zusammenprall mehrere Spieler der gleichen Mannschaft verletzt, können die Schiedsrichter oder der Delegierte weiteren teilnahmeberechtigten Personen, bis maximal 2 Personen je verletztem Spieler, erlauben, die Spielfläche zwecks Versorgung von Verletzten zu betreten. Ebenso überwachen die Schiedsrichter und der Delegierte das Betreten der Spielfläche durch Personen des Sanitätsdienstes.

Neue Richtlinie
Zählen der Pässe für passives Spiel (Regel 7:11, Erläuterung 4, Anhang 3, Beispiele 13/14)
Wenn ein Torwurf geblockt wird und zurück zum Spieler oder einem Mitspieler geht, zählt dies als Pass.

Neue Richtlinie
Disqualifikation des Torwarts gemäß Regel 8:5 Kommentar
Die Situation gilt, wenn der Torwart aus dem Torraum kommt oder er sich in einer ähnlichen Position außerhalb des Torraums befindet und einen Zusammenprall mit dem Gegner verursacht.
Es gilt nicht, wenn der Torwart in die gleiche Richtung läuft wie der Gegner, beispielsweise wenn er aus dem Auswechselraum kommt.

Neue Richtlinie
7m bei leerem Tor (Regel 14:1 und Erläuterung 6c)
Die Definition einer klaren Torgelegenheit gemäß der in Erläuterung 6c beschriebenen Situation, wenn es eine klare und ungehinderte Möglichkeit gibt, den Ball ins leere Tor zu werfen, verlangt, dass der Spieler Ballbesitz hat und eindeutig versucht, direkt auf das leere Tor zu werfen.
Diese Situation gilt als klare Torgelegenheit, bei allen Arten von Verstößen, ob der Ball im Spiel ist oder nicht und jedem Wurf der bei korrekten Positionen des Werfers und seiner Mitspieler ausgeführt wird.

Neue Richtlinie
Verwendung des Videobeweises
In Bezug auf die Entscheidung Tor / kein Tor, die nach dem Einsatz der Video- Beweis-Technologie getroffen wird, gibt es eine verlängerte Frist, bis wann das Tor zurückgenommen werden kann, was gemäß Regel 9:2 bis zum nächsten Anwurf erfolgen muss, verlängert sich bis zum nächsten Wechsel des Ballbesitzes.

Neue Richtlinie
Spieler betritt die Spielfläche mit falscher Nummer oder falscher Trikotfarbe (Regeln 4:7 – 4:8)
Ein Verstoß gegen die Regeln 4:7 und 4:8 führt nicht zu einem Wechsel des Ballbesitzes. Es kommt nur zur Unterbrechung des Spiels, den Spieler wird aufgefordert den Fehler zu korrigieren und Spielfortsetzung mit Wurf für die Mannschaft, die im Ballbesitz war.

C-Jugend gewinnt Kinder- und Jugendsportspiele

Nach der einjährigen Pause trat auch in diesem Jahr wieder eine Auswahlmannschaft des Spielbezirks D bei den Kinder- und Jugendsportspielen an. Bei dem alle 2 Jahre stattfinden Turnier überzeugten die Handball Jungen um Jens Berthold, Roland Schulz und Erfolgstrainer Klaus Häcker, der sich nach seiner langen Karriere einen erfolgreichen Abschied gewünscht hatte, und gewannen die Goldmedaille. Bei dem Turnier in Brandenburg (Havel) erzielte die Mannschaft mit Spielern der OSG Fredersdorf-Vogelsdorf, HSC 2000 Frankfurt (Oder), MTV Altlandsberg, Grünheider SV II und SV Rot-Weiß Friedland zwei Siege gegen den Spielbezirk E und B und ein unentschieden gegen den Spielbezirk A.
Wir gratulieren der gesamten Mannschaft und dem Trainerteam zu der grandiosen Leistung.

Die Auswahlmannschaft der männlichen C-Jugend
Die Auswahlmannschaft der männlichen C-Jugend

Die Handball-Schiris werden knapp

Strausberg. Auf Kreisebene werden die Handball-Schiedsrichter knapp. Und zwar in einem Ausmaß, dass nicht sicher ist, ob künftig alle Spiele besetzt werden können. Darauf weist der Schiedsrichterwart des Spielbezirks D, Axel Kalusche, hin. Schon in der abgelaufenen Saison sei es nur unter großen Anstrengungen gelungen, ausreichend Schiedsrichter zu finden.

Dabei werden im Spielbezirk – der umfasst die Kreise Märkisch-Oderland, Oder-Spree, Dahme-Spreewald und die Stadt Frankfurt (Oder) – eigentlich genügend Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter ausgebildet. „Wir kennen die aktuellen Zahlen noch nicht genau, weil wir gerade mitten in den Lehrgängen sind“, sagt Schiedsrichter-Lehrwart Lutz Straube, „aber um die 200 Zeitnehmer, Sekretäre und Schiedsrichter werden es wieder sein.“

Tatsächlich spricht Schiedsrichter-Ansetzer Axel Kalusche nur von 25 bis 30 Referees, auf die er während der Saison zurückgreifen kann: „Dazu kommen dann noch einige regelmäßig auf Landesebene pfeifende Schiris, die mal aushelfen.“ Mit diesem Stamm versucht er, den Spielbetrieb in nicht weniger als acht Ligen abzusichern. Beim Pokalwettbewerb kommen weitere vier Jugendligen hinzu.

Ein Grund für den Mangel: Viele der neu ausgebildeten Schiedsrichter würden gar nicht pfeifen, sondern in den Hallen von den Vereinen am Kampfgericht eingesetzt werden. Ehrgeizige Schiedsrichter wechselten zudem oft schnell in den Landesspielbetrieb und gingen dem Kreis weitgehend verloren.

„Die Bedeutung von Schiedsrichtern wird von den Vereinen sehr unterschiedlich bewertet“, sagt Axel Kalusche. Es gebe einige, wie etwa die OSG Fredersdorf-Vogelsdorf oder der Grünheider SV, die vergleichsweise viele Ansetzungen übernehmen würden. „Aber es gibt auch Vereine, die nur wenige Schiedsrichter melden. Darunter sind auch solche mit vielen Mannschaften im Spielbetrieb.“ Einige versuchten, anderen Schiris abzuwerben – der Vorgang wird als  sogenannter  „Schiedsrichter-Tourismus“ bezeichnet. Zwei Clubs hätten in der vergangenen Spielzeit – entgegen den Durchführungsbestimmungen – gar keine Schiedsrichter gehabt. Allein dadurch wären rechnerisch rund 20 Spiele unbesetzt geblieben. Durch die Rückgabe weiterer Ansetzungen kam noch einmal die gleiche Zahl hinzu.

„Von Montag bis Donnerstag bin ich vor den Handball-Wochenenden praktisch permanent beschäftigt, auf der Suche nach Schiedsrichtern herumzutelefonieren“, sagt der Ansetzer. Besonders für die Samstagnachmittage sei es oft extrem schwierig, Personal zu finden. Dabei koppelt Axel Kalusche oft Landesansetzungen mit Kreisspielen oder klopft in Nachbar-Spielbezirken an. Teilweise würden Jugendspiele auch nur von einem Schiedsrichter – statt wie beim Handball üblich von zwei – geleitet. „Zum Glück habe ich einige Helfer, die ich persönlich immer wieder anfragen kann“, sagt Axel Kalusche. Insgesamt habe es bisher dann doch immer geklappt, dass jemand zur Verfügung stand. Dass zu 14 Spielen in der vergangenen Saison kein Referee anreiste, hatte andere Gründe. Beispielsweise, dass der angesetzte Verein den Termin übersehen hatte.

„Wir brauchen in den Vereinen in jedem Fall mehr starke Schiedsrichter-Obmänner und -frauen, die sich um den Nachwuchs kümmern“, appelliert Axel Kalusche, „nach der Aus- oder Fortbildung werden viele alleingelassen.“ Und trotz Aufwandsentschädigungen zwischen 20 und 25 Euro pro Spiel ist die Pfeiferei eben auch eine harte Angelegenheit. Die Verrohung in den Hallen sei ein Stichwort. Axel Kalusche: „Was sich beispielsweise Eltern bei Jugendspielen an Beschimpfungen manchmal rausnehmen, kann man sich gar nicht vorstellen.“ Wer da nicht stabil genug sei und unterstützt werde, verliere schnell die Lust. „Wir brauchen mehr Handballer, die junge Schiedsrichter betreuen, auch auf Zuschauer zugehen und um Ruhe bitten.“ Lehrwart Lutz Straube bringt es auf eine knappe Formel: „Keine Schiedsrichter, kein Spiel – das sollte jeder bedenken.“ Im Kreis werden aktuell Projekte entwickelt, um für mehr Fairplay in den Hallen zu werben. Axel Kalusche sorgt sich indes für die neue Saison um die Schiedsrichteransetzungen: „Ich befürchte, dass es nicht besser aussehen wird wie bisher.“

 

Wer sich für das Handball-Schiedsrichterwesen interessiert, kann sich bei Lehrwart Lutz Straube melden: srlw-mol@kfvmol.de

Lutz Sctraube und Axel Kalusche Organisieren viel Arbeit für (zu) wenige Handball-Schiedsrichter
Lutz Straube und Axel Kalusche Organisieren viel Arbeit für (zu) wenige Handball-Schiedsrichter

-Michel Nowak